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Einbauregeln und Längenberechnung

Die richtige Einbauform und eine genaue Mindestlängenberechnung sichern volle Wirkung und lange Lebensdauer des Schlauchs.

Neben der Förderung von Medien, wo starre Stahlrohre nicht möglich sind, werden Wellschläuche eingesetzt zur:

  • Ausgleich von Ungenauigkeiten starrer Rohrleitungen,
  • Ausgleich von Parallelversatz,
  • Aufnahme von Winkelbewegungen,
  • Aufnahme mehrdimensionaler Schwingungen kleiner Amplitude und hoher Frequenz von Maschinen und Anlagen,
  • Aufnahme vertikaler und horizontaler Bewegungen eines oder beider Rohrschenkel,
  • Aufnahme von Wärmedehnungen starrer Rohrleitungen.

Für eine lange Lebensdauer muss die Einbauform mehrdimensionale Schwingungen vermeiden: Kräfte müssen senkrecht zur Schlauchachse wirken und das System in einer Ebene liegen, um gefährliche Torsion auszuschließen.

NL – Nennlänge; EL – Einbaulänge; r – Biegeradius (r ≥ Rmin); α – Biegewinkel; l – Anschlusslänge; z ≅ D – starre Zugabe; a – Versatz bzw. Schenkellänge; S – Bewegung; h1 / h2 – max. / min. Bogenbreite (alle Maße in mm).
Ein Metallschlauch darf niemals tordiert oder unter den Mindestbiegeradius Rmin laut technischen Daten gebogen werden.

Einbauform A

Einbauform A

Zum Ausgleich von Ungenauigkeiten starrer Rohrleitungen und von Parallelversatz. Der Biegewinkel darf bei umflochtenen Schläuchen 45° und bei ungeflochtenen 60° nicht überschreiten.

NL = r·π·α / 90 + 2·(l + z)EL = 2·r·sin α + 2·(l + z)a = 2·r·(1 − cos α)cos α = (2r − a) / 2r45° < α ≤ 60°: NL = 2,68·a + 2·(l + z); EL = 2,414·a + 2·(l + z)
DN≤ 1216 – 2532 – 4050 – 6580 – 100125 – 150
z (mm)255075100150200
Berechnen für Form A

Einbauform B

Einbauform B

Zum Ausgleich von Ungenauigkeiten starrer Leitungen und von Winkelbewegungen. Biegewinkel bis 45° (umflochten) bzw. 60° (ungeflochten).

NL = r·π·α / 180 + 2·(l + z)EL = r·sin α + (l + z)·(1 + cos α)a = r·(1 − cos α) + (l + z)·sin α
DN≤ 1216 – 2532 – 4050 – 6580 – 100125 – 150
z (mm)255075100150200
Berechnen für Form B

Einbauform C

Einbauform C

Zur Aufnahme mehrdimensionaler Schwingungen kleiner Amplitude und hoher Frequenz von Kompressoren, Pumpen und Motoren. Die Kräfte wirken radial zur Schlauchachse; Bewegungsrichtung und Bogen liegen in einer Ebene – keine gefährliche Torsion.

NL = 2,3·r + 2·la = 1,365·r + l
Berechnen für Form C

Einbauform D

Einbauform D

Zur Schwingungsaufnahme bei großen Nennweiten (DN 125 und DN 150): zwei Schlauchschenkel, verbunden durch einen starren Bogen.

a = 700 mm (DN 125)a = 800 mm (DN 150)
Berechnen für Form D

Einbauform E

Einbauform E

Für Schwingungen großer Amplitude und niedriger Frequenz. Schenkel unter 180° angeschlossen, ein Schenkel bewegt sich vertikal. Beide Schenkel und die Bewegung müssen in einer Ebene liegen.

NL = 4·r + S/2 + 2·lh1 = 1,43·r + S/2 + lh2 = 1,43·r + l
Berechnen für Form E

Einbauform F

Einbauform F

Für Schwingungen großer Amplitude und niedriger Frequenz mit horizontal (seitlich) bewegtem Schenkel. Schenkel und Bewegung liegen in einer Ebene.

NL = 4·r + 1,57·S + 2·lh1 = 1,43·r + 0,785·S + lh2 = 1,43·r + S/2 + l
Berechnen für Form F

Einbauform G

Einbauform G

Für Schwingungen großer Amplitude und niedriger Frequenz mit Bewegung in Schenkelachse (horizontaler Bogen). Schenkel und Bewegung liegen in einer Ebene.

NL = 4·r + S/2 + 2·lh1 = 1,43·r + S/2 + lh2 = 1,43·r + l
Berechnen für Form G

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